Kleine Oldtimersünden: Fahren trotz Salz auf der Straße

Alle Jahre wieder … ein schöner Moment, wenn man sich das erste Mal im neuen Jahr in seinen Oldtimer setzt, den ganz besondernen „Duftcoctail“ aus Leder, Holz und einer Menge alten Mief einatmet. Ich kann mich meist so lange zusammen reißen, bis der erste sonnige, frühlingshafte Tag kommt. So einer wie heute.

Also ging ich zur Garage, nahm die Staubhaube von der schönen Coupé-Karosse, klemmte das Permanentladegerät ab und startete den Motor. Der M127 sprang nach etwa 15 Sekunden orgeln willig an. Eine kurze Dampfwolke blies der Wagen hinten raus und dann brabbelte der Reihensechszylinder samtig weich vor sich hin.

Ich ließ den Motor ein paar Minuten laufen, schob dann den Automatikganghebel am Lenkrad behutsam auf die Fahrstufe „R“ und fuhr vorsichtig von den dicken Styroporplatten. Darauf überwintern die Reifen, auf dem das schwere Auto steht. So gibt es keine Standplatten an den Oldtimerreifen.

Und dann war alles für die erste Fahrt 2017 bereit. Also raus aus der Garage, den Wählhebel auf 4 und ab die Post… herrlich! Ach ja – und das teilweise noch deutlich sichtbare Salz auf den (trockenen) Straßen übersah ich einfach.

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Nach einer Stunde im Hinterland durfte das Prachtstück wieder zurück ins Warme.

Dieses Erlebnis darf ich noch ein paar Mal wiederholen. Denn es warten noch zwei weitere Sterne auf ihren Weckruf: ein 500 SL und ein 500 SEC. Wie die Jungfernfahrt im neuen Jahr für den Enkel des w111 aussieht, habe ich bereits vor ein paar Jahren für die Nachwelt festgehalten.

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