Saure Gurken Zeit im Winter

Es ist für jeden Fan ein Graus, wenn man sein Naherholungsgebiet Oldtimer während der kalten Monate nicht nutzen kann. Seit dem 1. November ist das bei den meisten der Fall, bei mir ebenso. Dann stehen die Autos geputzt unter der Staubschutzhaube im Warmen und warten auf das Frühjahr.

Eine Zeit lang ist das ok, aber spätestens nach Weihnachten wird es zäh. Noch mindestens drei Monate, bis das Heiligsblechle wieder raus an die frische Luft darf.

Ende Oktober, Anfang November unterhält man sich noch in verschiedenen Foren bzw. Gruppen darüber, wie man das gute Stück am besten einlagert. Mir genügt es, die Reifen mit einem höheren Luftdruck zu versehen, das Auto auf dicke Styroporplatten zu stellen, die Batterie an ein kleines Ladegerät (zur Spannungserhaltung)  zu klemmen und eine saubere Staubschutzhaube darüber zu werfen. Mit dieser Kombination an Maßnahmen hatte ich beim ersten Start im Frühjahr noch nie Probleme.

Aber wie gesagt, was macht man nach Weihnachten ab Januar? Zum Beispiel „Wünsche züchten“ wie meine Mutter immer sagte. Man schaut nur mal zum Spaß, was gerade so auf mobile.de, autoscout.de oder ebay.de angeboten wird. Das kann einem allerdings schon mal zum Verhängnis werden. Ich habe mich vor zwei Jahren (ebenfalls nur mal so zum Spaß) mit R129 500 SL beschäftigt. Das hat mich entspannt und interessant war es auch. Tja – Ende Februar wurde aus Spaß Ernst und seit dem bin ich stolzer Besitzer eines solchen wunderbaren Autos. Bereut habe ich es nie.

Ein Freund von mir macht es ähnlich und sucht konkret nach einem „neuen Projekt“. So richtig festgelegt ist er aufgrund seines breiten Interesses nicht – so stand schon ein Porsche 944 Turbo, ein VW Käfer, ein BMW M6, ein Alfa 1300 Junior, ein W108 oder ein W116 auf dem Wunschzettel. Dabei sucht er den Freund fürs Leben – aber seit ich ihn kenne, war in punkto Old-/Youngtimer der Wandel beständiger als die Autos in der Garage. Ich finde das toll – so lerne ich auch immer etwas mit.

Wenn´s ganz dick kommt, dann greife ich ins Bücherregal und blättere meine gesammelten Werke durch. Bilder und Texte, die ich jeden Winter studiere, schaue ich mir begeistert an. So wächst die Vorfreude auf die nächste Saison.

Und, ich geb´s zu, mit aus diesem Grund habe ich diese Website gebaut. Denn so habe ich ein kleines Tagebuch meiner automobilen Erlebnisse mit dem ältesten meiner Spielzeuge, dem über 50jährigen  220 SEb Coupé. Und es gelingt mir regelmäßig, andere Lieblingsautos thematisch mit einzuschummeln, wie oben den 500 SEC. Vermutlich sind die Hälfte aller Klicks auf dieser Seite meine eigenen, die ich versonnen betrachte.

So, nun geht´s mir für heute wieder besser. Vielleicht laufe ich nachher noch kurz rüber zur Garage und streichle den Autos zärtlich über die Kühlerhaube 😉

2017-01-05-11-03-56

 

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